Ford Werk in Genk

6,2 Millionen Hilfe für Ex-Ford-Beschäftigte

Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, Belgien einen Finanzbeitrag in Höhe von 6,2 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) zu gewähren, damit 4500 Arbeitskräfte, die in Belgien bei dem Automobilhersteller Ford – sowie elf Zulieferern und nachgeschalteten Herstellern – entlassen wurden, Hilfe beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erhalten.

Die für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität zuständige EU-Kommissarin Marianne Thyssen meinte dazu: „Die Fahrzeugproduktion in Europa ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen, und im Zuge der Globalisierung finden in der Fahrzeugindustrie weitreichende Umstrukturierungen statt.“

Unterstützung von Belgien beantragt

Weiter sagte sie: „Die vorgeschlagene Bereitstellung von über 6 Mio. EUR aus dem EGF würde dazu beitragen, 4500 entlassene Arbeitskräfte auf neue Beschäftigungsmöglichkeiten vorzubereiten und ihnen bei der Bewältigung dieses schwierigen Übergangsprozesses zu helfen.“

Belgien beantragte die Unterstützung aus dem EGF nach der endgültigen Schließung des Ford-Produktionswerks in Genk und der anschließenden Entlassung von 5111 Arbeitskräften bei Ford sowie elf Zulieferern und nachgeschalteten Herstellern.

Autohersteller verlieren Marktanteile

Zurückzuführen sind diese Entlassungen darauf, dass die europäische Automobilindustrie im vergangenen Jahrzehnt in erheblichem Umfang Marktanteile verloren hat.

Der aktuelle Antrag bezieht sich auf die im Jahr 2014 im Werk vorgenommenen Entlassungen und schließt sich an einen[/su_column]

vorangegangenen Antrag hinsichtlich der Schließung des Ford-Werks in Genk an, der sich auf die erste Entlassungswelle im Jahr 2013 bezog.

Die durch den EGF kofinanzierten Maßnahmen sollen 4500 entlassenen Arbeitskräften bei der Arbeitsuche helfen und umfassen unter anderem die individuelle Unterstützung bei der Arbeitsuche und allgemeine Informationsdienste (zum Beispiel aktive arbeitsplatzorientierte Beratung, Jobmessen, Sozialinterventionsberater und Kompetenz-Sensibilisierung im Rahmen von berufsorientiertem Coaching) sowie eine Reihe von Schulungen und Einstellungsanreizen.

EU-Marktanteil an Pkw-Produktion sinkt

Die Kosten für das Maßnahmenpaket werden mit insgesamt 10,4 Mio. EUR veranschlagt, wovon der EGF 6,2 Mio. EUR bereitstellen würde. Der Vorschlag muss nun vom Europäischen Parlament und vom EU-Ministerrat genehmigt werden.

Der Antrag stützt sich auf den Umstand, dass der EU-Marktanteil an der weltweiten Pkw-Produktion in den letzten Jahren zurückgegangen ist, obwohl die Branche insgesamt einen Aufwärtstrend verzeichnet. Der Marktanteil der EU sank von 32,2 % im Jahr 2007 auf 23,2 % im Jahr 2012, was einem Rückgang um 28,2 % entspricht.

(Quelle: Europäische Kommision)

gateurope-2015-07-14 20:28:41