Wandern auf den Balearen

Die Balearen für Naturliebhaber

Ein strahlend blaues Mittelmeer, mal mit schroffer Küste, mal mit goldenem Sandstrand. Die schönsten Küstenregionen der Balearen sind weithin bekannt. Jedoch weit weniger geläufig ist, dass landeinwärts die vielfältigsten Naturlandschaften existieren. Sie sind von erstaunlichem Wert für diese kleine Region.

Auf den Balearen hat der Naturliebhaber eine ganze Welt zu entdecken. Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera bieten eine Vielfalt an Landschaften von außergewöhnlicher Schönheit mit unzähligen Naturparks und geschützten Gebieten, reich an Flora und Fauna und vielen endemischen Arten.

Das charakterische Blau der Seegraswiesen

Beginnen wir mit dem bekanntesten Naturbestandteil, dem Meer, welches sein charakteristisches Blau den Posidonia-Seegraswiesen zu verdanken hat. Einige dieser Seegraswiesen zwischen Formentera und Ibiza wurden von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt. Diese im Mittelmeer endemische Unterwasserpflanzenart hat eine große Bedeutung für das marine Ökosystem und sorgt dafür, dass der Meeresgrund bei den Inseln einzigartig und besonders transparent ist und dadurch ein Anziehungspunkt für Taucher.

Die Seegraswiesen sind jedoch nicht das einzige Naturerbe der Balearen, denn es gibt noch viele weitere besondere Landschaften und Orte. Der bemerkenswerteste ist sicherlich das mallorquinische Tramuntana-Gebirge, Weltnaturerbe der Kategorie Kulturlandschaft aufgrund der fast perfekten Symbiose zwischen Mensch und Natur.

Einige Gegenden stehen unter Schutz

Das Gebirge bedeckt fast ein Drittel der Fläche der Insel und in seinen über 1000 Quadratkilometern finden sich die verschiedensten Landschaftsformen von Gebirgskämmen bis zu Tälern, Schluchten und fruchtbaren Talebenen. Außerdem ist es das Hauptwasserreservoir von Mallorca und Heimat verschiedener endemischer Arten wie z. B. dem Sapillo Balear, einer Krötenart, die der Geburtshelferkröte ähnelt. Einige Gegenden stehen aufgrund ihres ökologischen Wertes unter Schutz, wie z.B. das Inselchen Sa Dragonera.

Eine der besten Arten das Tramuntana-Gebirge zu erleben, ist der Wanderweg Ruta de Pedra en Sec (GR221). Beim Wandern sieht man Dörfer mit traditioneller Architektur, historische Überreste, man erlebt Traditionen und Gastronomie… Diese Route ist für Alt und Jung geeignet und am Ende jeder Etappe gibt es für Wanderer eine Schutzhütte zum Ausruhen.

Netzwerk der Grünen Routen

Die Ruta de Pedra en Sec ist nur eine von vielen Wanderrouten die es auf den Balearen gibt. Auf der hervorragend für Fahrradfahrer geeigneten Insel Formentera gibt es ein Netzwerk sogenannter Grüner Routen (Circuitos Verdes), welches es ermöglicht die Insel auf die natürlichste Art zu entdecken: zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Buchten, Strände, Dünen, Agrarlandschaften, Pinienwälder, typische Architektur. Durch all diese Landschaftsmerkmale führen die 19 Strecken des Netzwerkes der Grünen Routen der Insel.

Auf jeder der Inseln gibt es Orte für das Birdwatching, von denen der bemerkenswerteste der Salzsee Estany des Peix im Naturpark Ses Salines de Ibiza y Formentera ist, Rastort so wie Fortpflanzungsort vieler Vögel und eingestuft als Biosphärenreservat und besondere Schutzzone für Vögel.

Viele botanische Lehrpfade

Es gibt noch ein weiteres ornithologisch (und generell) bedeutendes Gebiet auf Menorca im Naturpark S´Albufera des Grau, welches mitten im menorquinischen Biosphärenreservat liegt. Außerdem gibt es viele botanische und verschiedene andere Naturlehrpfade. Ein weiteres großes Feuchtgebiet der Balearen ist Albufera de Mallorca, ein Moorgebiet von über 2500 ha welches sich ebenfalls hervorragend für die Vogelbeobachtung eignet. Die Fauna hier ist üppig und vielfältig. Allein an Vögeln gibt es 230 Arten die in diesem Naturschutzgebiet entweder nisten oder sich zeitweise aufhalten.

Bei den vielen Wander- und Radfahrmöglichkeiten auf den Balearen ist nicht zu vergessen der Camí de Cavalls Camino de Caballos, ein Pfad, der einmal um die gesamte Insel Menorca herumführt, vorbei an Schluchten, Stränden und Feldern. .Der Weg ist komplett beschildert, man kann ihn zu Fuß laufen, mit dem Fahrrad entlang fahren oder „erreiten“.

Menorca ist Biosphärenreservat

Entlang des Camí de Cavalls so wie anderer Wege können wir Menorca mit ihren traditionellen ländlichen Gegenden, den zahlreichen mediterranen Lebensräumen und endemischen Arten kennenlernen, und erleben, dass Natur und Mensch hier in Harmonie und Einklang leben. Daher kommt es, dass die Insel 1993 von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärt wurde.

Unter den verschiedenen geschützten Gebieten der Balearen ist nicht zu vergessen der spektakuläre Nationalpark der Inselgruppe Cabrera (Parque Nacional Marítimo Terrestre de Cabrera). Man erreicht ihn in touristischen oder privaten Booten von Mallorca aus. Dort angekommen hat der Besucher die Möglichkeit verschiedene beschilderte Routen über die Insel selbst abzulaufen oder, mit vorher eingeholter Erlaubnis, dort zu segeln oder zu tauchen. Seit kurzer Zeit bietet der Park auch die Möglichkeit an, in einer neu gebauten Schutzhütte zu übernachten.

Weitere Infos finden Sie unter: www.efetur

(Quelle: OTS)

gateurope-2014-12-18 12:32:27