Infrarot-Heizung an der Wand befestigt

Infrarot als Heizung mit Zukunft?

Welche Energieform lohnt sich wirklich – sowohl für die Umwelt als auch für den Geldbeutel? Welcher Energiemix ist der Richtige? Eine im Auftrag von Redwell durchgeführte Vergleichsstudie der Aristoteles Universität in Thessaloniki zeigt, dass Infrarotheizungen in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage eine Primärenergieeffizienz aufweisen, die von keiner anderen Heizung erreicht wird.

Dabei funktioniert eine Infrarotheizung ganz einfach: Sie ist dem Prinzip der Sonne nachempfunden. Infrarotheizungen erwärmen nämlich nicht, wie herkömmliche Heizkörper, die Raumluft, sondern die Wände des Raums. Diese speichern Wärme viel länger als Luft und geben sie nach und nach an den Wohnraum ab. So wird es nicht nur mollig warm, auch die Mauern bleiben trocken und Schimmel hat keine Chance.

Beim Lüften geht keine Wärme verloren

Auch die stetigen Weiterentwicklungen im Bereich der Gebäudeisolierung sind ein Argument für die Umrüstung auf Infrarot. „Bei einer gut wärmeisolierten Gebäudehülle benötigen Infrarot Strahlungsheizgeräte bereits heute aufgrund ihrer Wirkungsweise nur etwa 55 Prozent der Leistung eines konvektiven Heizungssystems“, erklärt Christian Ohle, Geschäftsführer von Redwell Deutschland, dem nach eigenen Angaben führenden Hersteller TÜV-zertifizierter Infrarotheizungen.

„Denn bei dieser Heizform wird die Speicher- und Rückstrahlungsfähigkeit der Gebäudehülle genutzt, weshalb die Rauminnentemperatur geringer gehalten werden kann. Beim Lüften geht dadurch auch keine Wärme verloren. Die feste Materie der Gebäudehülle kann Wärme bis zu dreimal so lange speichern wie es die Luft kann. Dieser Effekt macht den großen Unterschied der Infrarotheizung zur herkömmlichen Heizung aus.“

„Wirtschaftlich sinnvolle Alternative“

Unter Einhaltung der deutschen Energieeinsparverordnung (EnEV) wird künftig auch das Betreiben einer Infrarotheizung mit Strom deutlich attraktiver. Experten erwarten, dass zum Januar 2016 der Primärenergiefaktor für Strom von derzeit 2,4 auf 1,8 gesenkt wird. „Damit entwickelt sich Strom als primärer Energieträger mit Blick auf seine Energieeffizienz in eine positive Richtung und langfristig zu einer umweltschonenden und wirtschaftlich sinnvollen Alternative für die Wärmeversorgung“, erläutert Ohle. „Und genau das macht Infrarot zu einer Heizform mit echter Zukunftsperspektive.“

Der Einsatz von Infrarotheizsystemen lohnt sich dann nicht nur in kleinen Räumen. Die Ausstattung einer ganzen Wohnung (80 qm) mit Infrarot-Heizplatten und Regelungstechnik auszustatten, kostet ca. 3.000 bis 5.000 Euro. Zum Vergleich: eine neue Gas-Zentralheizung kostet in der Regel das Doppelte, also etwa 10.000 Euro. Darüber hinaus entfallen bei einem Strahlungsheizsystem langfristige Kosten, wie für Reinigung oder Wartung.

(Quelle: OTS / Foto: Redwell)

gateurope-2015-03-09 18:20:43
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