Wer schafft es auf die Liste der UNESCO?

Das UNESCO-Welterbekomitee tagt vom 28. Juni bis 8. Juli 2015 in Bonn. In diesem Jahr sind 36 Stätten einschließlich der Erweiterungsanträge auf der 39. Sitzung des Welterbekomittees für die Welterbeliste nominiert. Deutschland hat die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus in Hamburg sowie den Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut, Sachsen-Anhalt, zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgeschlagen.

Außerdem steht die Nominierung der Wikingerstätten in Europa mit Beteiligung Deutschlands auf der Tagesordnung. Und erstmals kandidieren Jamaika und Singapur für die Welterbeliste. Nominiert sind die Blue and John Crow Mountains sowie der Botanische Garten in Singapur. Entscheidend für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe ist der außergewöhnliche universelle Wert der Stätte.

Weitere Kriterien sind laut der Welterbekonvention die “Einzigartigkeit” und die “Authentizität” eines Kulturdenkmals sowie die “Integrität” einer Naturerbestätte. Außerdem muss ein überzeugender Erhaltungsplan vorgelegt werden. Mit der Aufnahme in die Welterbeliste ist die Verpflichtung verbunden, den Erhalt der Stätte durch langfristige Schutzmaßnahmen sicherzustellen.

In diesem Jahr liegen dem Welterbekomitee insgesamt 36 Nominierungen vor:

Naturerbe

Mongolei / Russland: Landschaften in Daurien

Sudan: Meeres-Nationalparks Sanganeb-Atoll und Dungonab-Bucht

Thailand: Waldkomplex Kaeng Krachan

Kultur- und Naturerbe

Jamaika: Blue and John Crow Mountains

Kulturerbe

China: Tusi-Stätten

Dänemark: Herrnhuter-Siedlung Christiansfeld

Dänemark: Parforcejagdlandschaft in Nordseeland

Dänemark / Deutschland / Island / Lettland / Norwegen: Wikingerstätten in Nordeuropa

Deutschland: Hamburger Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus

Deutschland: Naumburger Dom und hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut

Frankreich: Climats – Weinbauparzellen in Burgund

Frankreich: Weinberge, Weinhäuser und -keller der Champagne

Großbritannien: Die Forth Bridge

Iran: Susa

Iran: Kulturlandschaft von Maymand

Israel: Nekropole Bet She’arim – Wahrzeichen der jüdischen Erneuerung

Italien: Arabisch-normannisches Palermo und Kathedralen von Cefalú und Monreale

Japan: Stätten der industriellen Revolution in der Meiji-Zeit: Kyushu, Yamaguchi und zugehörige Gebiete

Jordanien: Taufstätte “Bethanien jenseits des Jordans” (Al-Maghtas)

Kenia: Kulturlandschaft von Thimlich Ohinga

Republik Korea (Südkorea): Historische Stätten der Baekje-Dynastie

Mexiko: Aquädukt von Padre Tembleque

Mongolei: Heiliger Berg Burkhan Khaldun und umliegende heilige Landschaft

Norwegen: Stätten der Industriekultur in Rjukan und Notodden

Saudi-Arabien: Felszeichnungen in Ha’il

Singapur: Botanischer Garten von Singapur

Spanien: Weinbaugebiete in Rioja und Rioja Alavesa

Türkei: Ephesus

Türkei: Festung von Diyarbakır und Kulturlandschaft Hevsel-Gärten

Uganda: Felsmalereien in Ostuganda

Uruguay: Industrielandschaft von Fray Bentos

Vereinigte Staaten von Amerika: Missionsstationen in San Antonio

Anträge auf Erweiterung

Spanien: Pilgerrouten nach Santiago in Nordspanien (Erweiterung der Welterbestätte “Pilgerweg nach Santiago de Compostela”, Weltkulturerbe seit 1993)

Südafrika: Schutzregion Cape Floral (seit 2004 Weltnaturerbe)

Vietnam: Nationalpark Phong Nha – Ke Bang (seit 2003 Weltnaturerbe)

 

Und wer hat es auf die Liste geschafft?

Antwort Teil eins

Antwort Teil zwei

Antwort Teil drei

(Quelle: UNESCO / Foto: www.mediaserver.hamburg.de / Fotograf: Thomas Hampel)

gateurope-2015-06-25 14:33:43