Wieder mehr Pandabären in China

Eine gute Nachricht für alle Freunde der Pandabären: Aktuellen Bestandszählungen zufolge ist es in China gelungen, die Population der Großen Pandabären seit der letzten Zählung im Jahr 2004 um rund 17 Prozent auf offiziell 1864 Tiere zu erhöhen.

Das teilte die Regierung der Volksrepublik am Samstag, den 28. Februar 2015, auf einer Pressekonferenz in Beijing mit. Die Umweltschutzorganisation WWF bezeichnete die neuen Zahlen als Beweis dafür, dass sich Investitionen in Umweltschutz auch in messbaren Erfolgen niederschlagen.

„Der Große Panda ist das Wappentier des WWF und es gibt wenige Arten zu denen ich persönlich eine derart emotionale Bindung habe. Daher freue ich mich sehr über den Zuwachs bei den Pandabären. Der unermüdliche, gemeinsame Einsatz für den Panda durch die chinesische Regierung und Naturschutzorganisationen wie dem WWF zahlt sich offenbar aus“, sagt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland.

Die neuen Zahlen machten deutlich, dass sich erfolgreicher Artenschutz und Wirtschaftswachstum in einem boomenden Schwellenland wie China nicht ausschließen müssen.

China ist laut WWF nicht nur ein Bestandszuwachs gelungen, sondern zugleich habe sich auch der Panda-Lebensraum um etwa 12 Prozent auf 2.577.000 Hektar vergrößert. Gerade diese Ausweitung des Lebensraums sei auch dringend nötig, denn bei aller Freude müsse klar sein, dass mit rund 1860 Bären das dauerhafte Überleben der Art noch lange nicht gesichert sei.

Die neuen Herausforderungen für die Pandabären sind die sich rasch entwickelnde Infrastruktur im boomenden China, die den Druck auf die Lebensräume erhöht. Gemeinsam mit der Chinesischen Forstbehörde arbeite der WWF etwa an dem Bau von Wildtierbrücken und -tunneln, damit die Tiere auch in den zerstückelten Lebensräumen sicher umherwandern können. Außerdem arbeitet der WWF mit lokalen Gemeinden an effizienter Ressourcennutzung, damit nur halb so viel Holz aus den Panda-Wäldern benötigt wird wie bisher.

(Quelle: OTS)

gateurope-2015-02-28 18:15:24